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PDT-Therapie und Foscan®

Die photodynamische Therapie (PDT) gehört zu den minimal invasiven, lasergestützten Behandlungsverfahren. Die Behandlung erfolgt durch die Kombination der Laserbestrahlung mit einer zuvor in das Gewebe eingebrachten Substanz, hier Foscan®. Das zentrale Merkmal dieser Behandlung liegt darin, dass die Zellen des erkrankten Gewebes durch die Aktivierung von Foscan® durch Laserlicht zerstört werden. Nachdem die Entwicklungsarbeiten mit Investitionen über 100 Millionen Dollar für Foscan® abgeschlossen und das Medikament zugelassen wurde, stellte sich heraus, dass der Photosensitizer wirksam bei einer Reihe von Indikationen zur Krebs-Behandlung verwendet werden konnte. Bei diesen Erprobungen handelte es sich um Einzelfallheilversuche und nicht um klinische Studien, wie sie für die Zulassungsverfahren in Europa und den USA noch erforderlich sind.

Photosensitizer

Es existieren zwei wichtige Gruppen von Photosensitizern, die als Photosensitizer der zweiten und dritten Generation eingeordnet werden. Sie zeichnen sich durch eine höhere Eindringtiefe aus und ermöglichen die Behandlung größerer und tiefer liegender Tumore. Foscan® ist ein neuartiges Medikament, ein Photosensitizer der vierten Generation aus der Gruppe der Porphyrine. Der arzneilich wirksame Bestandteil ist Temoporfin mit der chemischen Bezeichnung mTHPC. Mit niedrigen Bestrahlungsdosen kann die Behandlungszeit gegenüber anderen Wirkstoffen um das 6-7fache wesentlich verkürzt werden.

Prostatahyperplasie (BPH)

Die benigne Prostatahyperplasie (BPH) kann als gutartige Vergrößerung der Prostata zu einer mit hohem Leidensdruck und stark eingeschränkter Lebensqualität verbundenen Erkrankung mit Blasenentleerungsstörungen, bezeichnet als Benignes Prostata Syndrom (BPS), führen. Eine BPH wird bei 73% der Männer im 6. Lebensjahrzehnt und im 7. und 8. Lebensjahrzehnt bei 75% der Männer gefunden. Nach der Operation des grauen Stars am Auge ist die chirurgische Therapie der BPH die zweithäufigste Operation bei Männern über 65. Hinsichtlich der Zahl der Betroffenen und der Kosten muss das BPS daher als Volkskrankheit bezeichnet werden.

In Deutschland leben zur Zeit circa 12 Mio. Männer im Alter von über 50 Jahren. Eine Repräsentativuntersuchung bei diesen Männern (Herner LUTS-Studie) hat gezeigt, dass zur Zeit etwa 4,8 Mio. Männer, also 40,5%, an behandlungsbedürftigen Symptomen leiden, wobei zusätzlich ca. 3,2 Mio. (26,9%) eine vergrößerte Prostata haben.

Prostata-Karzinom

Das Prostata-Karzinom ist heute die häufigste Krebsart beim Mann und hat mit 18,7% seit 1998 den Lungenkrebs als häufigsten Tumor abgelöst. Bei den zum Tode führenden Krebserkrankungen steht das Prostatakarzinom nach Lungen- und Darmkrebs mit 10,5% an dritter Stelle. Die neue, liposomale Formulierung von Foscan® erlaubt eine Beleuchtung des Tumors bereits nach einigen Stunden. Statt beispielsweise 96 Stunden, kann bereits circa 4 bis 8 Stunden nach intravenöser Injektion die Aktivierung des Pharmazeutikums erfolgen. Nach einer kurzen, einige Minuten dauernden Aktivierungsphase mittels Laserstrahlung ist die Therapie beendet.

14 Patienten mit Prostatatumoren konnten in einer Pilotstudie in London bereits erfolgreich behandelt werden. Um die Zulassung der Foscan®-Therapie bei Prostatatumoren zu erhalten, soll die Wirkungsweise in einer multizentrischen, zweiarmigen Phase-III-Studie verifiziert werden.

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